In der Jahresrechnung 2024 weist der Kanton Schwyz für «Aufwand Asylwesen» und «Nothilfe» Ausgaben von knapp 14 Mio. Franken aus. Daraus gehe jedoch nicht hervor, welche Kosten pro Person anfallen und ob alle Aufwendungen, etwa für Bildung und Gesundheit, enthalten sind. Deshalb reichten Kantonsrat Jan Stocker (SVP, Freienbach) und Mitunterzeichner eine Interpellation ein mit dem Ziel, die Vollkosten des Asylwesens transparent darzustellen.
Detaillierte Unterkonten – aber keine Vollkostenrechnung
Der Regierungsrat erklärt, eine umfassende Kosten- und Leistungsrechnung werde nicht eingeführt, da Aufwand und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis stünden. Stattdessen sollen punktuelle Analysen erfolgen. Per 1. Januar 2025 wurde im Amt für Migration eine neue Buchhaltung mit detaillierteren Unterkonten eingeführt, etwa für Gesundheit, Miete, Personal oder Instandhaltung. Es handle sich jedoch weiterhin nicht um eine Vollkostenrechnung.
Gesamtaufwand betrug in der ersten Jahreshälfte 2025
rund 8,6 Millionen Franken
Offengelegt werden deshalb die Kosten des ersten Halbjahrs 2025. In diesem Zeitraum wurden 248 Personen im Asylwesen, darunter 96 unbegleitete Minderjährige, sowie 63 Personen in der Nothilfe betreut. Der Gesamtaufwand betrug 8,633 Mio. Franken. Die Kosten seien gestiegen, unter anderem wegen zusätzlicher Betreuung und Integrationsmassnahmen. Laut Regierung konnten die Aufwände bisher mit Bundespauschalen gedeckt werden.