Der Kanton Schwyz verfügt über kein Kantonsspital. Die Spitäler in Lachen, Einsiedeln und Schwyz sind selbstständig und unterschiedlich getragen. Vor rund 15 Jahren scheiterte eine 2-Spitalstrategie mit den Standorten Schwyz und Lachen, Einsiedeln blieb bestehen. Seither hielt sich der Kanton zurück. Nun fordert Kantonsrat André Plass (SVP, Wollerau) mit elf Mitunterzeichnenden in einer Motion eine «Spital-Allianz Schwyz».
Standorte stärken
Der Regierungsrat soll eine kantonal definierte Strategie erarbeiten, welche die drei Listenspitäler integriert, Stärken bündelt, Mehrspurigkeiten abbaut und die Versorgungskette optimiert. Gemeinsame Dienste, koordinierte Investitionen sowie finanzielle Stabilität und höhere medizinische Qualität werden angestrebt. Ziel ist die Stärkung aller drei Standorte durch Arbeitsteilung und Schwerpunktbildung.
Frühere Vorstösse abgelehnt
Die Motion spricht von hoher Dringlichkeit und warnt vor negativen Folgen bei weiterem Zuwarten. Künftig soll die Allianz-Strategie verbindlich sein und Voraussetzung für den Verbleib auf der Spitalliste sowie für kantonale Unterstützung werden. SP-Kantonsrat Antoine Chaix (Einsiedeln) weist darauf hin, dass ähnliche Vorstösse seiner Fraktion früher abgelehnt wurden.